Mammuts Seele liegt darnieder...
– Mh, was hat es denn schon wieder?
Schmerz mental, gar ohne Grund,
reißt sein Bewußtsein in den Schlund.
Kann keine Freude mehr empfinden,
des Daseins Kummer nicht verwinden.
Sieht überall nur bösen Willen,
ein jeder Tag voll bittrer Pillen.
Seine Sehnsucht macht es krank,
wo bleibt der heilend Zaubertrank?
Denkt es an morgen, wird ihm graus,
dann ist das Leben gänzlich aus.
Nur dunkle Wolken ziehn am Himmel,
indes herum glücklich Gewimmel.
Frohe Leut gehn ihrer Wege,
Mammuts Geist steht auf der Schräge.
Es pocht und hämmert, dräut und tost,
das Rüsseltier: nicht mehr bei Trost.
Fossil, versteinert, ausgestorben,
das letzte seiner Art – verdorben.
Am Ende, völlig abgewrackt,
das Hirn tanzt Tango, splitternackt.
Wahn und Irrsinn, traut und innig,
Nebelschwaden – warum bin ich?

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